Auf Reddit wird über KasernenCheck diskutiert. Angeblich sammeln wir Soldatendaten, um Versicherungen zu verkaufen. Und unsere Website soll sogar in Bundeswehrnetzen gesperrt sein. Nach fast zwei Jahrzehnten Arbeit für die Bundeswehr-Community haben wir offenbar beschlossen, plötzlich ein völlig neues Geschäftsmodell zu entdecken. Eine interessante Theorie.
Fast 20 Jahre für Soldaten. Alles nur Tarnung?
In der Bundeswehr-Community auf Reddit wird derzeit über unser neues Portal spekuliert. Dass neue Angebote kritisch hinterfragt werden, ist richtig und wichtig. Was dort teilweise über unsere angeblichen Absichten geschrieben wird, verdient allerdings eine Klarstellung.
Für alle, die uns noch nicht kennen: Ich bin Felix Klein, ehemaliger Pionieroffizier und Gründer der DZE GmbH.
Seit 2009 unterstützen wir mit Dienstzeitende.de und der Karrieremesse SOLDATA Soldaten beim Übergang ins zivile Berufsleben. Unsere Angebote sind kostenlos. Der verantwortungsvolle Umgang mit persönlichen Daten gehört für uns selbstverständlich dazu.
Und jetzt sollen wir nach all den Jahren anfangen, mit KasernenCheck Adressen für den Versicherungsvertrieb zu sammeln?
Fast 20 Jahre seriöse Arbeit und Vertrauen aufbauen, um dann mit kostenlosen Kasernenbewertungen endlich den großen Versicherungs-Coup zu landen? Das wäre tatsächlich ein bemerkenswert langfristiger Geschäftsplan.
Die Realität ist deutlich weniger spektakulär: Wir nutzen die Daten unserer KasernenCheck-Nutzer nicht für andere Vertriebskanäle der DZE GmbH und geben sie auch nicht zu Vertriebszwecken an Dritte weiter.
KasernenCheck gesperrt? Eine interessante Theorie.
Auch die Behauptung, KasernenCheck sei aus Bundeswehrnetzen nicht erreichbar, macht in der Diskussion die Runde.
Was für ein geballter Blödsinn! Für eine bundesweite IT-Sicherheitsmaßnahme braucht es dann doch etwas mehr als einen Reddit-Kommentar. Wer konkrete und überprüfbare Informationen dazu hat, darf sie uns gerne zukommen lassen.
Sicherheit nehmen wir ernst. Spekulationen weniger.
Die Frage nach der militärischen Sicherheit ist dagegen absolut berechtigt.
Als ehemaliger Offizier weiß ich, dass bestimmte Informationen über militärische Einrichtungen nicht in die Öffentlichkeit gehören. Deshalb wird jede Bewertung auf KasernenCheck vor ihrer Veröffentlichung persönlich geprüft. Angaben zu Truppenbewegungen, Sicherheitsmaßnahmen oder sensiblen militärischen Abläufen werden nicht freigeschaltet. Dieselben Regeln gelten für Fragen und Antworten innerhalb unserer Community.
Was wir ausdrücklich möchten, sind ehrliche Erfahrungen über Unterkünfte, Verpflegung und den Kasernenalltag. Auch wenn sie kritisch ausfallen.
KasernenCheck ist aus den Fragen unserer Social-Media-Community entstanden. Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Soldaten ihre Kasernen bewerten, Fragen stellen und sich gegenseitig unterstützen können.
Das Portal wird aktuell vollständig von der DZE GmbH finanziert. Die Nutzung ist kostenlos, Bewertungen werden anonym veröffentlicht und langfristig sollen Werbeformate die laufenden Kosten decken.
Außerdem spenden wir für jede veröffentlichte Kasernenbewertung 10 Cent an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr.
Kritik gerne. Aber bitte mit Fakten!
Niemand muss KasernenCheck gut finden oder nutzen. Und selbstverständlich darf jeder Fragen zum Datenschutz, zur Sicherheit oder zu unserem Geschäftsmodell stellen. Aber wer öffentlich behauptet, wir würden Soldatendaten abgreifen, um Versicherungen zu verkaufen, sollte dafür auch Belege liefern. Eine Vermutung wird schließlich nicht dadurch zur Tatsache, dass sie auf Reddit ein paar Upvotes bekommt.
Wir arbeiten seit 2009 für die Bundeswehr-Community. Wir haben in dieser Zeit viel aufgebaut, in unsere Angebote investiert und zahlreiche Soldatinnen und Soldaten auf ihrem beruflichen Weg begleitet. Und wir haben ganz sicher nicht vor, mit KasernenCheck plötzlich unsere Grundsätze über Bord zu werfen.
Wer konkrete Fragen hat, kann sie uns jederzeit stellen.
Wir stehen mit unserem Namen hinter unserer Arbeit und lassen uns gerne daran messen.
Euer Felix
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Über den Autor
Felix Klein war von 1997 bis 2009 Soldat der Bundeswehr, zuletzt als Pionieroffizier. Nach seinem Dienstzeitende gründete er die DZE GmbH, die mit der Jobbörse Dienstzeitende.de und der SOLDATA Soldaten beim Übergang in das zivile Berufsleben unterstützt.
Als „Felix von DZE“ ist er auf TikTok, Instagram, Facebook und YouTube aktiv. Mit KasernenCheck geht er den nächsten Schritt und gibt Soldaten eine Plattform, auf der sie ihre Kasernen bewerten, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen können.